Aktuelle Leitlinien (DEGAM-S3, Stand 01.12.2025) empfehlen keine dauerhafte Behandlung mit L-Thyroxin, Jod oder einer Kombination zur Verkleinerung der Schilddrüsenknoten.
Was ist der Standard?
Bei einer gutartigen, nicht überfunktiven Struma (normale Schilddrüsenwerte) reicht meist regelmäßige Beobachtung mit Ultraschall. Therapie nur bei Beschwerden (z. B. Druckgefühl), Krebsverdacht oder Überfunktion.
Warum keine Tabletten mehr?
Frühere Studien wie die LISA-Studie (2011) zeigten, dass L-Thyroxin mit Jod Knoten etwas verkleinern kann. Doch der Effekt hält oft nicht an, und es gibt Risiken wie eine unbeabsichtigte Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose), Herzrasen oder Knochenschwund – besonders bei Langzeittherapie. Die Leitlinien priorisieren daher Sicherheit und Vermeidung unnötiger Medikamente.
Was passiert stattdessen?
- Regelmäßige Kontrollen (Ultraschall, Blutwerte).
- Bei Wachstum oder Problemen: Gewebeentnahme (Punktion) oder selten Operation.
Quellen:
- DEGAM-S3-Leitlinie 053-058l: AWMF-Register
- klug-entscheiden-Empfehlung: Link
- LISA-Studie (2011): Zusammenfassung



